
Donnerstag, 24.06.2010
„Aber Simens, Schnee im August?!“
Eine literarisch-kulinarische Reise durch das New York des 19. Jahrhunderts
Lesung mit René Simmen (CH) - und Buffet!
Aber Simens, Schnee im August?! ist ein Schelmenroman, wie er im Buche steht: Im New York des ausgehenden 19. Jahrhundert begleitet der Leser zunächst den Schweizer Emigranten Thomas Caflisch und wird Zeuge, wie dieser sich sein Auskommen ergaunert. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht Henry Simens’, dessen steiler Aufstieg zu einem der gefragtesten Innenarchitekten der Stadt auch nicht ganz ohne die augenzwinkernde Dehnung der Wahrheit vonstatten geht. Zentraler Handlungsort ist das illustre Delmonico’s, das berühmteste New Yorker Gourmetrestaurant dieser Zeit – und so nimmt es kaum Wunder, dass auch gutes Essen immer wieder zum Thema wird. Der Roman bietet jedoch noch weitaus mehr: Ausgeschmückt mit zahllosen, wundervoll illustrierten Randbemerkungen über das New York um die Jahrhundertwende, wird Aber Simens, Schnee im August?! zu einer Kulturgeschichte Amerikas, die sich mit jedem Sachbuch messen kann.
Um dieser Lesung – der letzten vor unserer Sommerpause – einen würdigen Rahmen zu verleihen, werden wir u.a. mit der Hilfe von Klaus Trebes (Küchenchef des Restaurants Gargantua) ein Buffet zusammenstellen. Daher ist die Besucherzahl an diesem Abend begrenzt – wir bitten um Reservierung per Telefon (069 – 24 44 99 41) oder E-Mail (info@hlfm.de).
René Simmen wurde 1927 in Rüti im Kanton Zürich geboren. Er lebte in Zürich und Paris und arbeitete dort als Werbetexter und später als Journalist, der u.a. für die NZZ vor allem kunst- und kulturkritische Artikel veröffentlichte sowie Restaurantkolumnen verfasste. Trotz seiner Affinität zum Kulinarischen, so Simmen in seiner Biographie, habe er übrigens seit fast 50 Jahren einen BMI von 26 sowie einen Blutdruck von 120/80 - eine Aussage, die den Humor eines außergewöhnlichen Schriftstellers verdeutlicht. Aber Simens, Schnee im August?! (Salis, 2009) ist sein erster Roman.
Mit Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.
Eintritt: 12,-/10,-
