REIHEN

Veranstaltungsreihen

FLAUSCH & FIKTION

Junge Literatur zwischen Sesseln und Brokat, bei Softdrinks oder harten Sachen: Das ist flausch & fiktion in der Salonatmosphäre des Mousonturm-Lokals. Neue Stimmen stellen neue Texte vor – Bücher, die knallen oder die den Ohren schmeicheln, die laut sind oder auch leise. Möglich ist (fast) alles. Nur interessant müssen sie sein und eine Herausforderung. Es geht um Gedichte und Romane, Kurzgeschichten und alles dazwischen. Es geht um Diskussionen, Gespräche und den Blick darauf, was heute so passiert in der jungen Literatur. Der gemütliche Teil kommt dabei nicht erst danach, sondern gehört dazu. Egal, ob man es sich mit einem Bier, Gin Tonic oder Wasser auf einem Samtsofa bequem gemacht hat – zwischendrin nachlegen geht immer. Auch für die Hungrigen unter den Durstigen ist gesorgt. Die Bar öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn und bietet vor der Lesung Suppe und andere Kleinigkeiten an.

Hier geht’s zu den Veranstaltungen von flausch & fiktion.

POETISCHE POSITIONEN

Gegenwartslyrik hat keinen leichten Stand: sie sei – so ist allenthalben zu hören – zu sperrig zum Lesen, zu unergiebig für Verlage, zu wenig zum Leben für diejenigen, die sie schreiben. Diesen Unkenrufen zum Trotz hat sich eine produktive wie streitbare Lyrikszene etabliert. In Zeitschriften und auf digitalen Plattformen werden nicht nur Gedichte veröffentlicht, sondern vor allem auch Arbeitsweisen und Grundlagen kritisch diskutiert.

Die Poetischen Positionen sollen diesem umtriebigen Teil der Literaturszene die Möglichkeit bieten, Tendenzen, Ambitionen und Konfliktlinien einem breiteren Publikum vorzustellen. Dazu laden wir nicht nur Autorinnen und Autoren ein, sondern auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Wissenschaft, dem Verlagswesen und dem Kulturbetrieb. Aus diesen unterschiedlichen Perspektiven erst ergibt sich ein schlüssiges Gesamtbild des Phänomens Gegenwartslyrik.

Wer stellt in Kürze seine Poetischen Positionen vor?

SCHIMPF & SCHANDE

Zum Pranger gehören mindestens zwei: einer am Pranger und einer davor. Der Erste hat die Schande, der Zweite seinen Spaß. Mittlerweile ist der Pranger aus der Mode gekommen. Sein Prinzip aber will die Veranstaltungsreihe Schimpf & Schande wieder salonfähig machen.

„Was? DAS Buch hast Du nicht gelesen?“ – so läuft Anprangern unter Bildungsbürgern. Bei uns jedoch soll diese „Schande“ den Ausgangspunkt für ein Gespräch bilden. Wir laden Autorinnen und Autoren dazu ein, über Klassiker der Weltliteratur zu reden, die sie bislang noch nicht gelesen haben. Ein paar Spielregeln sind dabei zu beachten. Die Unkundigen bekommen die Gelegenheit, die Scharte auszuwetzen, indem sie die Lektüre bis zum Veranstaltungsabend nachholen. Vorab müssen sie jedoch ein Statement formulieren: Um was geht es, dem Hörensagen nach, in diesem Text? Welche Erwartungen verbinden sie mit ihm?

Auf der Bühne werden nicht nur diese Thesen und Erwartungen auf ihre Haltbarkeit geprüft – sondern auch die Bücher selbst. Ist das jetzt wirklich Kunst? Oder räumen wir einen Platz im Kanon frei? Hält der Text mit dem Ruf, der ihm vorauseilt, mit? Worauf stützt sich überhaupt der Rang, der ihm zugesprochen wird? Es ist nicht ausgemacht, wen der „Schimpf“ am meisten trifft und wer sich zum Schluss am Pranger wiederfindet. Die Zuschauer dürfen und sollen sogar dabei mitmischen. Nur für faules Gemüse und Eier, darum bitten wir, müssten Sie schon selbst sorgen.

Demnächst bei Schimpf & Schande.

WORTKLANG

Wer Musik hört, spricht oft von „lyrics“. Das ist hierzulande mittlerweile so selbstverständlich wie die Tatsache, dass das traditionelle Zusammenspiel von Gedichten und Musik weitestgehend in Vergessenheit geraten ist. Die alten Griechen griffen beim Aufsagen von Versen in die Saiten der Lyra. Der Sound des Instruments verband sich mit dem der Worte.

Mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sorgt die Veranstaltungsreihe WortKlang für ein Comeback dieses Duos, indem sie LyrikerInnen in Begleitung von MusikerInnen auf die Bühne bringt. Nur die Auswahl an Instrumenten ist in der Zwischenzeit etwas größer geworden.

(Bisher sind im Rahmen von WortKlang aufgetreten: Thomas Rosenlöcher, Eva Demski, Franz Hodjak, Silke Scheuermann, Olga Martynova, Daniela Danz, Werner Söllner, Martina Hefter, Michael Krüger, Jan Wagner u.v.m.)