Stromern on Air

PODCAST

stromern on air

Wir stromern jetzt auch über den Äther. „stromern on air“ ist der Podcast des Hessischen Literaturforums im Mousonturm und begleitet uns durch die Pandemie. Wir treffen uns mit Autor*innen, für die wir uns besonders interessieren – und sprechen über Literatur, Kram und Literatur. Zwei Regeln sind dabei wichtig: Erstens bringen unsere Gäste ein Thema ihrer Wahl mit, über das sie uns vorher nicht informieren. Und zweitens ist erst dann Schluss, wenn wirklich Schluss ist. Das kann nach 45 Minuten sein – oder nach zwei Stunden. Sonst wär’s ja gar kein richtiges Stromern.

Der Podcast ist gratis, aber wer unsere Arbeit und die beteiligten Künstler*innen unterstützen möchte, kann gerne ein Soli-Ticket erwerben.

Erster Gast bei „stromern on air“ ist der Autor, Kritiker und Übersetzer Jan Wilm. Mit ihm sprechen wir über trashige Krimis, die Autofiktion und die Fiktion der eigenen Realität, über den Tod, Corona und die Frage, wie Kunst auf Krisen reagieren kann – und ob sie das überhaupt sollte.

Moderation: Björn Jager

Gast ist diesmal die Kinder- und Jugendbuchautorin Antje Herden. Mit ihr sprechen wir über ihr neuestes Buch „Parole Teetee“ gesprochen, außerdem erklärt Antje total offen an ihrem eigenen Beispiel, was die Pandemie für eine Autorin bedeutet. Es geht aber noch um ganz andere Dinge: Das Freiheitsversprechen von Sweatpants, das „und“, um moralische Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft, um Künstler*innen als f*cking Randgruppe und um die Aufklärung als Übertreiberding.

Wir haben diesmal auch mit Kapitelmarkern gearbeitet, damit ihr zu den Themen springen könnt, die euch am meisten interessieren.

Moderation: Björn Jager

Mit unserem dritten Gast Isabelle Lehn geht es um Schreiben und Körperlichkeit, „Temptation Island“, Nebenjobs in Affenhäuser und natürlich über Isabelles sehr, sehr tolle Romane „Binde zwei Vögel zusammen“ (Eichborn Verlag) und „Frühlingserwachen“ (S. Fischer).

Moderation: Christian Dinger

Mit der Lyrikerin Carolin Callies sprechen wir über Groschenromane & „Bridgerton“, über Räume & Reime, über Sonettenkränze & über Fragen. Dabei wird viel gelacht, auch das kann in diesen Zeiten nicht schaden.

Moderation: Björn Jager

Zu Gast ist dieses Mal Raphaela Edelbauer, die vorletztes Jahr mit ihrem Roman „Das flüssige Land“ auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand. Bei uns spricht sie über ihren kürzlich erschienenen Roman „Dave“, die Grenzen künstlicher Intelligenz, schaurig-komische Science-Fiction-Welten und grauenerregende George-Gedichte. Außerdem geht es in dieser Episode um Bewegungsdrang, Selbstoptimierung und Leibesfeindlichkeit – und am Ende gibt es für alle noch ein Bewegungsrätsel zum Selberlösen.

Moderation: Christian Dinger

Ab wann darf man Bilanz ziehen? Muss man ein Jahr warten? Muss man warten, bis man etwas beendet hat? Wir dachten: Wenn Wirecard bilanzieren darf, ohne eine Bilanz zu haben, dürfen wir nach sechs aufgenommen und fünf eingestellten Episoden einen weiten, selbstkritischen Blick zurückwerfen auf die letzten… zwei Monate. Oder anders gesagt: Hier ist „verstromert“, eine Sonderepisode über all das, was falsch läuft, danebengeht, nicht klappt, zusammengeschnitten mit einer Prise künstlerischer Freiheit, stets zu unseren eigenen Lasten – und vor allem: erstmals kurz in knackigen fünf Minuten.

Im Februar 2021 haben wir fast drei Stunden mit Verena Güntner gesprochen – über ihre beiden Romane „Es bringen“ und den für den Preis der Leipziger Messe nominierten „Power“. Vielleicht viel wichtiger war Verena aber das Thema, das sie selbst mitgebracht hat: nämlich die Sorgearbeit. Wir sprechen über die politischen und gesellschaftlichen Strukturen, die es uns allen, vor allem aber Menschen in prekäreren Arbeits- und Lebenssituationen, schwerer machen, Sorgearbeit für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige mit der Erwerbstätigkeit zu vereinen.
Links zum Streitraum-Gespräch mit Carolin Emcke, Christina Clemm und Teresa Bücker sowie ein Interview mit Elisabeth R. Hager zu „Writing with Care, Writing with Rage“ findet Ihr in den Shownotes.

Moderation: Björn Jager

Zum siebten Mal wird gestromert: Am anderen Ende des Mikrofons sitzt diesmal Mithu Sanyal, mit der wir über ihren gerade erschienenen Roman „Identitti“ sprechen. Es geht aber auch um sexuelle Phantasien, Jasper Fforde und „Bridgerton“, wir weiten den Blick auf Mithus Bücher über die Vulva und Vergewaltigung, sprechen über den notwendigen Humor, sich diesen Themen zu widmen, streifen die Romane von Jacinta Nandi und P.G. Wondehouse und den beruhigenden Effekt von Backsendungen. Mithu bringt das Thema „Vatersprache“ ins Spiel, erzählt davon, wie es ist, ein Tag Mann zu spielen und welchem Thema sie sich demnächst zuwenden will.

Moderation: Björn Jager

Mit dem Sachbuchautor Malte Herwig geht es in dieser Episode um eine Karriere im Nationalsozialismus, einen Entnazifizierungsprozess als große Zaubershow und den zweifelhaften Glanz des Wirtschaftswunder-Deutschlands. Im Zentrum von alldem steht Helmut Schreiber alias Kalanag, der Lieblingszauberer von Hitler, der nach dem Zweiten Weltkrieg mit einer großen magischen Revue Weltruhm erlangt hat. Daneben begeben wir uns auf einen kleinen Streifzug durch den Kanon, etablieren das Amt des Friedhofschreibers und sprechen über die Bedeutung des Spazierens und Flanierens in Zeiten der Pandemie.

Moderation: Christian Dinger

Das Warten hat ein Ende. Episode 9 ist da! Diesmal zu Gast: Der Lyriker und Literaturvermittler Tristan Marquardt. Mit ihm sprechen wir über Fremdheit und Schönheit des Mittelhochdeutschen, digitale und analoge Erfahrungsräume in Gedichten und über die Vor- und Nachteile einer Vinylsammlung. Außerdem geht es um den Suchtfaktor von Sportstatistiken, die Merkmale von schlechten Gedichten und es wird das Geheimnis gelüftet, was es mit dem Namen „Tristan Marquardt“ auf sich hat.

Moderation: Christian Dinger

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