Literaturbote 141

DER LITERATURBOTE

Der Literaturbote

„Der Literaturbote“ ist eine im Jahr 1985 gegründete Literaturzeitschrift, die vom Hessischen Literaturforum im Mousonturm e.V. herausgegeben wird. Sie ist ein Podium für zeitgenössische deutschsprachige Literatur. Ein Schwerpunkt ist die Förderung junger Autorinnen und Autoren, vor allem aus dem „Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen“. Die Redaktion besteht z.Z. aus Björn Jager und Christian Dinger.

Neu ab 2020: Statt viermal im Jahr erscheint die Zeitschrift zweimal. Am Umfang ändert sich dadurch nichts; ein Heft ersetzt zwei Einzelausgaben.

Interessenten können die Zeitschrift in jeder Buchhandlung unter Angabe der ISSN: 1617-6871 oder beim Hessischen Literaturforum (auch per E-Mail unter literaturbote@hlfm.de) bestellen. Die zweimal jährlich erscheinenden Ausgaben kosten jeweils 12 Euro. Im Abonnement (ebenfalls beim Hessischen Literaturforum zu bestellen) kostet „Der Literaturbote“ 22 Euro pro Jahr (inklusive Versand), für Buchhandlungen 19 Euro pro Jahr. Bei Bestellungen aus dem europäischen Ausland erlauben wir uns, eine Portopauschale in Höhe von 3 Euro zu berechnen.

Literaturbote 141, April 2022: CARE. Hrsg. von Julia Wolf, Verena Güntner und Elisabeth R. Hager für Writing with CARE/RAGE

Dem Schreiben wie der CARE haftet ein Ausschließlichkeitsanspruch an: entweder Kümmern oder Kunst. Wer beides vereinen möchte, der leidet oft unter gesellschaftlich verordneten Schuldgefühlen. Dieses Heft möchte den Raum ein Stück weiter öffnen, um CARE als Thema und Bedingung von Literatur sichtbar zu machen.

Mit Beiträgen von Gabriele von Arnim, Dima Al-Bitar Kalaji, Patricia Hempel, Fabian Hirschmann, Julia Weber, Frédéric Valin, Maren Wurster, Galal Alahmadi, Luna Ali, POEDU, Daniela Janjic, Kaśka Bryla, Gertraud Klemm, Lea Sauer, Ulrike Draesner, Rasha Habbal, Jacinta Nandi, Lena Müller, Bettina Wilpert, Barbara Peveling und Maternal Fantasies.

Literaturbote 140, Dezember 2021: Werner Söllner

Gut zwei Jahre nach seinem Tod 2019 und anlässlich seines 70. Geburtstags im November 2021 wollen wir Werner Söllner im ersten Teil dieses Hefts noch einmal feiern, nicht nur mit seinen Texten, sondern auch mit Gedichten und Prosa von Autor*innen, die von Werner mal eine Weile, mal viele Jahre begleitet wurden.

Mit Beiträgen von Werner Söllner, Susanne Söllner, Kornelia Koepsell, Nancy Hünger, Katrin Pitz, Daniela Danz, Friederike Haerter, Katja Thomas, Alexandru Bulucz, Ricarda Junge, Stephanie Nebenführ, Jan Wilm, Sascha Kokot, Kerstin Becker und Andreas Hutt.

Literaturbote 139, April 2021: Deep Cuts

In der Musik sind deep cuts jene Songs, die nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit eines breiten Publikums stehen – also B-Seiten oder Lieder, die nicht als Single vorliegen –, aber die von Fans geliebt werden. Dieses Heft versammelt literarische deep cuts: sieben mal bisher unübersezte Kurzprosa amerikanischer Autor*innen, für die wir uns begeistern können.

Mit Beiträgen von Caleb Ajinomoh (übers. von Julia Wolf), Diane Cook (übers. von Björn Jager), Zora Neale Hurston (übers. von Miryam Schellbach u. Mounira Zennia), Hilary Leichter (übers. von Gregor Runge), Maxim Loskutoff (übers. von Adam Heise), Justin Taylor (übers. von Jan Wilm) und John Edgar Widerman (übers. von Uda Strätling).

Literaturbote 138, November 2020: Paul Celan. Hrsg. von Alexandru Bulucz, Evgenia Lopata und Beate Tröger

Kaum ein anderes Werk eines Dichters der Moderne wirkte und wirkt durch die Jahrzehnte so originär und eindrücklich wie das von Paul Celan. In seiner spezifischen Bezugnahme auf Geschichte ist es nämlich ein solches, in dem die subjektive historische Erfahrung eines Einzelnen eine ästhetische Entsprechung gefunden hat, in der das Subjektive derart in Objektivität umschlägt, dass Celan als Dichter nach der Schoa in gewisser Weise das Diktum Adornos zu widerlegen vermochte, nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, sei barbarisch.

Als „Gestalt gewordene Sprache eines Einzelnen“ hat Celan in seiner Büchner-Preis-Rede das Gedicht charakterisiert. Die Radikalität seiner Sprache können seine Leser*innen immer neu erfahren. Deshalb wurde in diesem Projekt der Frage nachgegangen, wie sich diese Leseerfahrung wiederum in Sprache übersetzen lässt, wie Celans Gedichte heute gelesen werden.

Mit Beiträgen von  Philipp Beißel, Michael Braun, Yevgeniy Breyger, Alexandru Bulucz, Paul-Henri Campbell, Claudia Dathe, Ingo Ebener, Durs Grünbein, Norbert Hummelt, Nancy Hünger, Katharina Kohm, Evgenia Lopata, Rainer René Mueller, Harry Oberländer, Kerstin Preiwuß, Tillmann Reik, Georg Maria Roers, Petro Rychlo, Joachim Seng, Beate Tröger, Radu Vancu, Peter Waterhouse, Ernest Wichner und Serhiy Zhadan.

Literaturbote 137, März 2020: Gram. Gramm. Grammatik. Hrsg. von Carolin Callies

Was hält die Sprache – und damit auch vielleicht die Welt – im Innersten zusammen? Es ist die Grammatik, dieser strenge Vorschriftenkatalog, ohne den wir uns nicht verständigen können. Ist Grammatik aber etwas in Stein Gemeißeltes? Nein, sie ist vielmehr ein „bewegliches, vielschichtig verwobenes, trügerisch geschmeidiges Regelwerk“, so Ulrike Draesner, kann also gedehnt, unterlaufen werden. Vor allem aber gibt es eine Vielzahl von Perspektiven auf den vermeintlich trockenen Stoff: Man kann in Ruhe Personalpronomina beschauen und ihre Funktionen beschreiben – oder man macht den spielerischen Umgang mit Grammatik zum poetischen Prinzip eines literarischen Textes. Alles war erlaubt, als Carolin Callies die hier versammelten Autor*innen um Beiträge bat – und Gram. Gramm. Grammatik. überrascht uns auch jetzt noch. Oder um es mit Marcel Beyer zu sagen:

„Grammatik, du Schlampenstempel / der deutschen Sprache, schütz / mich vor meiner Müdigkeit und / deiner Zauberei“

Mit Beiträgen von Marcel Beyer, Ulrike Draesner, Hannes Bajohr, Felix Philipp Ingold, Zsuzsanna Gahse, Brigitte Oleschinski, Konstantin Petry, José F. A. Oliver, Kerstin Preiwuß, Carolin Callies, Juan S. Guse, Laura Guse, Annette Pehnt, Uljana Wolf, Nancy Hünger, Olga Martynova, V. O. Stomps, Dagmara Kraus, Zé do Rock, Sebastian Görtz, Daniel Schneider, Thorsten Krämer und Robert Stripling.

Literaturbote 135/136, Oktober 2019: Müssen wir nicht wach sein/ Må vi ikke være våkne

Der akutelle Literaturbote ist nicht nur eine Reverenz an das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, sondern führt auch die längjährige Zusammenarbeit mit dem Institut für Skandinavistik der Goethe-Universität fort. Dessen Studierende haben Texte von norwegischen Autorinnen und Autoren, die hierzulande bislang wenig bekannt sein dürften, ins Deutsche übersetzt und sie so dem hiesigen Publikum erstmals zugänglich gemacht.

Mit Texten von Kirstin Berget, Sindre Ekrheim, Maria Kjos Fonn, Ellen Grimsmo Foros, Beate Grimsrud, Kristofer Grønskag, Katrine Heiberg, Sigrid Hesjevol und Olav R. Øyehaug.

Literaturbote 134, Juli 2019: Über: Ich

Nomen est omen: Über: Ich versammelt Geschichten über Ichs, über ihre Wünsche, ihre Leiden. Man sieht Ichs in Stresssitutationen, bekommt Momentaufnahmen einer Biographie geboten oder kann Erzählungen entdecken, die zwar eine Person in den Mittelpunkt stellen, aber über die Ich-Form hinausgehen.

Mit Beiträgen von Christina Kettering, Marcus Klugmann, Stephanie Nebenführ, Brigittte Pons, Joshua Schößler, Leander Steinkopf, Katja Thomas und Julia Wolf.

Literaturbote 133, März 2019: Dopplereffekt. Hrsg. von Jan Wilm

2019 beginnt für den Literaturboten mit einer Premiere: Er wird zum ersten Mal von einem Gastherausgeber besorgt. Jan Wilm, der, wenn er nicht an seinen eigenen Büchern arbeitet, Literaturkritiken schreibt und aus dem Englischen übersetzt, hat diese letzte seiner Professionen zum Gegenstand der aktuellen Ausgabe gemacht.

Mit Beiträgen von Ulrich Blumenbach, Kate Briggs, Joshua Cohen, Veronica Esposito, Michael Hofmann, Alos Blodwynne Jones und Paul Poissel.

Literaturbote 131/132, Oktober 2018:
Die mayröcker-variationen

Friederike Mayröcker stellte uns für diese Ausgabe einen bisher unveröffentlichten Text zur Verfügung, auf den im Laufe des Jahres Autorinnen und Autoren literarisch auf ganz unterschiedliche Weise reagiert haben – in Fort- und Umschreibungen, in Verneigungen und Reminiszenzen. Das Ergebnis: „Die Mayröcker-Variationen“.

Mit Texten von Marcel Beyer, Nora Gomringer, Paulus Böhmer, Eva Demski, Uwe Kolbe, Zsuzsanna Gahse, Kathrin Schmidt, Ron Winkler, André Schinkel, Carolin Callies, Lisa Goldschmidt, Andreas Hutt, Crauss, Michael Spyra, Alke Stachler, Alis Blodwynne Jones (übers. von Jan Wilm), Jakob Brünn, Sandra Schäfer, Christoph Wenzel, Frieda Paris, Timo Brandt, Robert Stripling, Nancy Hünger, Lydia Daher, Ingo Ebener, Ingrid Mylo, Ruth Johanna Benrath, Mario Osterland, Klaus Reichert, Steffen Brenner, Róza Domašcyna und einem Essay von Beate Tröger.

Literaturbote 130, Juni 2018:
Innere Landschaften

Et voilà: Nr. 130, die Sommerausgabe – Blumen fürs Design gehen, wie gehabt, an Kraft plus Wiechmann. Das Schmankerl diesmal: ein Auszug aus einem Romanfragment, das sich in Peter Kurzecks Nachlass fand. Außerdem Geschichten und Gedichte von Valentin Moritz, Kerstin Uebele, Tom Schulz, Andra Schwarz, Sascha Kokot, Moritz Gause, Jan Seibert und Friederike Haerter.