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PROGRAMM

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Jun 2024

Volha Hapeyeva

Samota

18.06.2024 19:30 Uhr, Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.

Während Majas Forschungen über den Ausbruch eines Vulkans ins Stocken geraten, findet in ihrem Hotel der Kongress zur „Regulation von Tierpopulationen“ statt und sinistre Gestalten tummeln sich um sie. In einer zweiten Zeitebene gerät Sebastian mit dem düsteren Jäger Mészáros aneinander, und es geht um Leben und Tod. Verbunden werden die beiden Geschichten durch die leicht schrullig-überdrehte Helga-Maria, die eine Mittlerin und Wanderin zwischen den Zeiten zu sein scheint.

Die Figuren in Volha Hapeyevas Roman reisen um den halben Erdball, gehen Beziehungen ein und erkunden die Welt von Tieren, Menschen und Vulkanen. Die beiden sensiblen, empathischen Protagonist*innen Maja und Sebastian stehen dabei dem Bösen in unterschiedlicher Gestalt gegenüber, kämpfen um das eigene Überleben, das von Tieren und das von Werten. Mit spielerischer Leichtigkeit werden in Samota – das von Tina Wünschmann und Matthias Göritz aus dem Belarusischen übersetzt wurde Noir-Elemente mit magischem Realismus gepaart und zu einem eindrücklichen Plädoyer für Mitgefühl und den Glauben an eine bessere Welt verbunden.

Moderation: Beate Tröger

Eintritt:  € 5,-/8,-/12,- (pay as you wish)

Volha Hapeyeva, geboren 1982 in Minsk, ist eine belarusische Autorin (Prosa, Lyrik, Drama, Kinderbuch), Übersetzerin und promovierte Linguistin. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Hapeyeva ist Mitglied des PEN-Zentrums Belarus und des unabhängigen Schriftstellerverbandes Belarus. Ihre Gedichte wurden in mehr als zehn Sprachen übertragen; 2020 erschien auf Deutsch Mutantengarten, 2023 Trapezherz. Ihr Debütroman Camel Travel erschien 2021. 2024 erscheint ihr Roman Samota. Die Einsamkeit wohnte im Zimmer gegenüber.

Foto: © Nina Tetri

Evan Tepest

Schreib den Namen deiner Mutter

27.06.2024 19:30 Uhr, Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.

***Nachhol-Termin der ursprünglich für den 7. Mai geplanten Veranstaltung. Für den Ursprungstermin gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit.****

Das zweite Buch ist das schwerste. Zumindest bei Alex trifft diese Literaturbinse voll ins Schwarze. Der erste Roman war ein kleiner Erfolg, am zweiten verzweifelt sie. Also nimmt sie eine Auftragsarbeit an: Alex soll einen Essay über all das schreiben, worüber sie mit ihrer Mutter nicht sprechen kann und beschließt, der Frage vor Ort nachzugehen. In der alten Heimat wird nicht nur allzu deutlich, worüber die beiden schweigen (über Queerness, ihrer beider Depressionen und die Gewalt in der Familie), sondern Alex wird bewusst, dass dey sich nicht als Frau fühlt.

Schreib den Namen deiner Mutter ist vieles: Coming of Age- und Coming Out-Story, Familiengeschichte, Tragikomödie. Evan Tepest gelingt nach seinem gefeierten Essayband Power Bottom ein erstaunliches Romandebüt, in dem es ihm scheinbar spielend gelingt, mit viel Witz von den Traumata einer Familie zu erzählen.

Moderation: Björn Jager

Eintritt:  € 5,-/8,-/12,- (pay as you wish)

Evan Tepest lebt als Autor in Berlin. Schreib den Namen deiner Mutter ist sein erster Roman. Zuvor erschien 2023 der Essayband Power Bottom. Seine Texte sind außerdem in Anthologien und Zeitschriften erschienen, zuletzt in Delfi. Zeitschrift für neue Literatur. Tepest ist Kolumnist für das Missy Magazine und ist im Wintersemester 24/25 Dozent für Essayistik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.

Foto: © Selma Kay Matter

Zum Tod von Harry Oberländer

Das Hessische Literaturforum im Mousonturm e.V. trauert um seinen langjährigen Mitarbeiter und Leiter Harry Oberländer, der 73-jährig in Bad Karlshafen verstorben ist. Einen Nachruf auf Harry Oberländer finden Sie hier.