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Das Hessische Literaturforum trauert um Werner Söllner

Werner Söllner wurde 1951 im rumänischen Horia geboren. Nach seinem Studium in Cluj arbeitete er zunächst als Lehrer, anschließend als Lektor in einem Kinderbuchverlag in Bukarest. 1982 erfolgte die Übersiedlung in die Bundesrepublik, wo er fortan als freier Autor in Frankfurt am Main lebte. 1988 veröffentlichte Werner Söllner im Suhrkamp Verlag den von der Kritik gefeierten Gedichtband Kopfland. Passagen, 1992 bei Ammann Der Schlaf des Trommlers. Nach langer Publikationspause erschien 2015 in der Edition Faust der vielbeachtete Band Knochenmusik. Für seine literarische Arbeit wurde Werner Söllner mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet.

Seit den 1990er Jahren war er zunächst als freier Mitarbeiter im Hessischen Literaturforum im Mousonturm e.V. tätig und übernahm 2002 die Nachfolge von Paulus Böhmer als Leiter des Hauses. Von diesem Amt zog er sich 2010 zurück, blieb dem Literaturforum jedoch auf Wunsch und mehrfacher Bitte des Vorstandes erhalten. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2017 wirkte er als Herausgeber der Literaturzeitschrift Der Literaturbote und gab ihr ein unverkennbares Profil.

Am Freitag, dem 19. Juli 2019, verstarb Werner Söllner nach kurzer schwerer Krankheit. Wir verlieren mit ihm nicht nur einen ehemaligen Mitarbeiter, der den herausragenden Ruf des Hessischen Literaturforums über Jahre geprägt hat – sondern auch einen großen Dichter und nicht zuletzt einen Wegbegleiter und Freund, den wir schmerzlich vermissen.

Auf Wunsch der Familie bitten wir, den Angehörigen Raum zum Trauern zu lassen und alle Rückfragen zunächst an das Hessische Literaturforum im Mousonturm e.V. zu richten.

Ricarda Junge (1. Vorsitzende)
Alban Nikolai Herbst (2. Vorsitzender)
Björn Jager (Leiter des Hessischen Literaturforums)