FÄLLT AUS! Olga Martynova und Jackie Thomae

FÄLLT AUS! Olga Martynova und Jackie Thomae

Was darf die Kunst?

24.03.2020, 19:30 Uhr

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.


Was darf die Kunst? Das Grundgesetz sagt: nahezu alles. In den vergangenen Jahren aber sind die Diskussionen darüber lauter geworden, ob es nicht gewisse Begrifflichkeiten gibt, die in einem literarischen Text nichts mehr zu suchen haben, zum Beispiel das N-Wort. Die einen jubelten, als Pippi Langstrumpfs Vater vor einigen Jahren plötzlich „Südseekönig“ wurde, die anderen schäumten. Doch was bedeuten die Diskurse über language sensitivity für die Literatur – schränken sie die Kunstfreiheit ein oder schaffen sie eine gerechtere Gesellschaft? Über diese Fragen und mehr diskutieren Olga Martynova und Jackie Thomae.

Moderation: Jan Wiele

Eine Veranstaltung im Rahmen des Literaturfestivals literaTurm 2020 in Kooperation mit dem Kulturamt Frankfurt am Main.

Eintritt: 10,-/5,- (VVK)| 12,-/6,- (AK)

Olga Martynova, 1962 bei Krasnojarsk in Sibirien geboren, wuchs in Leningrad auf und studierte dort russische Sprache und Literatur. 1991 zog sie nach Deutschland. Sie schreibt Gedichte (auf Russisch) und Essays und Prosa (auf Deutsch). Mit ihrem Romandebüt Sogar Papageien überleben uns (2010) kam sie auf die Longlist des Deutschen Buchpreises. Für ein Kapitel aus ihrem Roman Mörikes Schlüsselbein gewann sie 2012 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2016 erschien ihr dritter Roman Der Engelherd, 2018 der Essayband Über die Dummheit der Stunde. Sie lebt in Frankfurt am Main.

Jackie Thomae, 1972 in Halle an der Saale geboren, ist Journalistin und Fernsehautorin. 2015 erschien ihr Debütroman Momente der Klarheit. Mit ihrem jüngsten Roman Brüder war sie 2019 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Sie lebt in Berlin.

 

Bild Olga Marynova: © Jürgen Bauer

Bild Jackie Thomae: © Urban Zintel