PROGRAMM

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LMRZ & APR

Mrz 2018

Poetische Positionen

Mit Martin Piekar

06.03.2018, 20:00

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.

Lebt denn der alte Charles Bukowski noch? Nein, er ist mausetot. Aber unter seiner Fahne wird weitergedichtet: „Alles/ Sammeln hat Route“, schreibt Martin Piekar in AmokPerVers, und wer ihm auf seinem poetischen Parcours folgt, kommt an „Mülleimern“ vorbei, läuft über den „Catwalk aus der Trinkhalle“ oder gerät ins „Gravitationsfeld der Theke“. Das Material, das er dabei sammelt, ist der „ehrliche Dreck“ einer Großstadt wie Frankfurt: „Fließ sacht Main, ich singe dir mein Lied“. Dieses Ich grölt und summt nicht nur vom Lieben und Feiern, sondern auch von Terror und Prekarität. Das Mittel der Wahl dazu: Umbenennung. Kein Buchstabe kann sich sicher sein. „Iron Majdan – Fear of the Park“ gibt den Ton vor. Hinzukommen: Emphase! Dringlichkeit! Da will jemand was. Diese „Heavy-Metal-Minne“ (Gerrit Wustmann) muss man live erlebt haben.

Moderation: Malte Kleinjung

Eintritt: 7,-/4,- (VVK) | 8,-/5,- (AK)

Martin Piekar, geboren 1990 in Bad Soden, studiert Philosophie und Geschichte an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Seine Gedichte wurden in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht. 2014 erschien sein Debütband Bastard Echo, 2016 Überschreibungen, ein E-Book mit Jan Kuhlbrodt. Martin Piekar erhielt Stipendien und Preise, zuletzt den hr2-Literaturpreis (2016) und den Atta-Troll-Superpreis für radikale Ideologiekritik (2016). AmokPerVers ist sein zweiter Band.

© Charlotte Werndt

Angela Steidele

Anne Lister. Eine erotische Biographie

20.03.2018, 20:00

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.

‚The xx’ hätten Anne Lister bestimmt Freude gemacht. Der Name der Indie-Pop-Combo war für die Landadelige aus Yorkshire Programm. Meint ‚x’ im Englischen gemeinhin einen Kuss, ist es in ihren verschlüsselten Tagebüchern viel mehr als das. Hier bedeutet ein ‚x’ am Rand Masturbation, ‚Kuss’ hingegen einen Orgasmus mit einer anderen Frau: „Zwei gute Küsse gleichzeitig gestern Nacht & drei heute Morgen, nach 8 Uhr“. Akribisch führt Anne über ihre Affären Buch – eine Chronik gleichgeschlechtlicher Liebe aus dem 19. Jahrhundert, überliefert gegen alle Wahrscheinlichkeit. Vorsicht aber vor Verklärung! So unerschrocken Anne Lister ihrem Begehren Erfüllung verschafft, so rücksichtslos verfährt sie bisweilen mit Geliebten, Verflossenen und Menschen niederer Herkunft: „Die emanzipatorische Tat Anne Listers ist nicht ihr Leben, sondern, dass sie es aufgeschrieben hat“ (Insa Wilke).

Mit dieser erotischen Biographie setzt Angela Steidele fort, was sie u.a. am Beispiel Adele Schopenhauers begonnen hat: Dem Leben und Lieben von Frauen einen Platz in der Geschichte zu geben. Auf Basis dechiffrierter Tagebücher erzählt Steidele vom Alltag und Sex Anne Listers.

Moderation: Insa Wilke

Eintritt: 7,-/4,- (VVK)| 8,-/5,- (AK)

Angela Steidele, 1968 geboren in Bruchsal, studierte Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft und Philosophie. Ihre 2003 erschienene Dissertation behandelt Liebe und Begehren zwischen Frauen in der deutschsprachigen Literatur 1750–1850. Sie veröffentlichte u. a. In Männerkleidern. Das verwegene Leben der Catharina Linck alias Anastasius Rosenstengel sowie Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens. Für ihr literarisches Debüt Rosenstengel erhielt sie 2015 den Bayerischen Buchpreis. Angela Steidele lebt in Köln.

© Ben Chislett

Apr 2018

Poetische Positionen

Mit Moritz Gause und Ulrich Koch

05.04.2018, 20:00

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.

Treffen der Generationen: Moritz Gause legt sein Debüt vor, Ulrich Koch seinen mittlerweile zehnten Gedichtband. Wichtiger noch: Die beiden verbindet die Rezeption. Kochs Gedichte sind für Gause ein wesentlicher Bezugspunkt. Beste Voraussetzungen also für ein gemeinsames Gespräch. In Kochs Selbst in hoher Auflösung ist es dabei bis zum Meer nicht weit, wenig weiter, als der Blick reicht. Und was man sieht, sind die alltäglichsten Dinge, in einem Glanz, als würde man sie zum ersten Mal sehen, als wäre es Morgen. Die Welt dieser Gedichte ist eine Welt des Hinterlandes, der Pendlerzüge, der Überlandleitungen. Gauses Meditationen hinterm Supermarkt hingegen schenken Menschen, die kaum einer beachtet, Aufmerksamkeit. Sei es „Ernst im weinroten Hemd“ oder „die alte Dame aus dem Treppenhaus“. Diese lakonischen Gedichte halten Momente fest („Im Taxi nach Tashkent“) und blicken auf ferne Orte: „Am Horizont verdunsten die Berge.“

Moderation: Malte Kleinjung

Eintritt: 7,-/4,- (VVK) | 8,-/5,- (AK)

Moritz Gause, geboren 1986 in Berlin, studierte Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft in Jena. Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften. 2011 erhielt er den hr2-Literaturpreis, 2013 das Arbeitsstipendium des Freistaats Thüringen. Nach einem längeren Aufenthalt in Kirgisistan lebt er nun in Berlin.

Ulrich Koch, geboren 1966 in Winsen an der Luhe, arbeitet für eine Hamburger Personalagentur. Sein Debüt Weiß ich erschien 1995. Für sein Werk bekam er mehrere Stipendien und wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Hugo-Ball-Förderpreis 2011.

Foto: Moritz Gause ©Thomas Holbach
Foto: Ulrich Koch ©Amrei-Marie (wikipedia) CC-BY-SA 4.0

Nach Eribon I

Mit Guillaume Paoli

10.04.2018, 20:00

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.

Die lange Nacht der Metamorphose ist eine Gratwanderung. Das Risiko, in „Kulturpessimismus“ abzugleiten, nimmt Guillaume Paoli in Kauf. Die Wahl, „entweder Queer oder Pegida“, macht er nicht mit. Er pfeift auf das „altbekannte Lied: Wer etwas gegen Links sagt, ist rechts“. Stattdessen hält Paoli es mit Pasolini. In den 70ern warnte der kommunistische Regisseur und Dichter noch vor einer „anthropologischen Mutation“. Nun sind wir, so die Hypothese, mittendrin. Der ständigen Rede von Diversität zum Hohn passe sich der Mensch von Kopf bis Fuß einer neoliberalen Einheitsgesellschaft an. Anzeichen dafür findet Paoli in so unterschiedlichen Bereichen wie Stadtplanung und Journalismus. Eine Folge dieser Entwicklung: Die einen werden immer toleranter, die anderen immer ärmer. Jaja, der Neoliberalismus – „und jetzt gähnen schon alle!“ Das ist einer von Paolis Vorzügen: Er baut, bei aller Polemik, auf Widerspruch.

Im Sommer 2016 war Didier Eribon hierzulande in aller Munde. Mit übersetzungsbedingter Verzögerung schrieb er der deutschen Linken ins Stammbuch, dass es nicht nur kulturelle Kämpfe, sondern auch noch eine soziale Frage gibt. Geändert hat sich seitdem – wenig. In loser Folge laden wir deshalb Gäste ein, die dort weiterdenken, wo Eribon aufgehört hat: an der Schnittstelle von kulturellem Fortschritt und sozialer Regression.

Moderation: Malte Kleinjung

Eintritt: 7,-/4,- (VVK) | 8,-/5,- (AK)

Guillaume Paoli ist ein deutschschreibender französischer Schriftsteller und Philosoph. Er lebt seit 1992 in Berlin. Er arbeitete als ‚Demotivationstrainer‘ und war ‚Hausphilosoph‘ am Leipziger Centraltheater. Seine Schriften befassen sich u.a. mit Faulheitstheorie, Antiökonomie, Anthropologie, Sozialgeschichte, Bienenforschung, Liberalismuskritik, Architektur, Theater und Rekonstruktion. Zu seinen Veröffentlichungen zählt neben Die lange Nacht der Metamorphose. Über die Gentrifizierung der Kultur u.a. Mao siegt – Sieg dem Narzissmus-Nihilismus.

© privat

Mareike Schneider

Alte Engel

11.04.2018, 20:00

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.

„Wos iech dee su steehne dät?“ – Bitte was? Das war Vogtländisch. Zum Hochdeutschen greift Franka Rabens Oma nur ausnahmsweise, und wenn, dann „wie zu einer Waffe“. Die Enkelin, vom Kunststudium desillusioniert, ist zu Besuch. Der Schauplatz: eine ostdeutsche Kleinstadt. Das Empfangskomitee: „ein delliger Hintern, umspannt von einer Kittelschürze, auf krampfaderigen Beinen“ im Nachbargarten. Bei der knorrigen Alten wurde Darmkrebs diagnostiziert. Ihr Schwiegersohn, Frankas Vater, kümmert sich um sie. Ein Leben zwischen Dialysegerät, Spritzen und Schonkost. Der Sommer geht ins Land – und Franka bleibt. Zeit genug, um der Geschichte ihrer Familie nachzuspüren. BDM, Reichsarbeitsdienst und Thälmann-Pioniere sind die Stationen. Währenddessen pflegt die Oma nicht nur ihre Marotten, sondern auch das Image der Kratzbürste. Ganz anders dagegen Käthe, die Katze. Auf die kann Franka sich verlassen.

Deutsche Geschichte, garniert mit Altern und Krebs? Dann vielleicht doch lieber Schonkost? Im Gegenteil: Die üblichen Verdächtigen namens Betroffenheit und Kitsch haben in Mareike Schneiders Debütroman Alte Engel nicht den Hauch einer Chance, dafür sind Empathie und Witz die Garanten.

Moderation: Björn Jager

Eintritt: 7,-/4,- (VVK)| 8,-/5,- (AK)

Mareike Schneider, geboren 1981, lebt in Leipzig. Sie studierte Kreatives Schreiben und Kulturwissenschaften in Hildesheim. Sie veröffentlichte in Zeitschriften und Anthologien und arbeitete als Lektorin. 2014 wurde sie beim Open Mike mit einem Preis ausgezeichnet.

© Gene Glover / Agentur Focus

Jan Böttcher

Das Kaff

18.04.2018, 20:00

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.

Rückkehr nach „Shitty Littleton“ lautet die Ansage. Gestern noch sozialer Aufsteiger in Berlin, heute der verlorene Sohn der norddeutschen Provinz: Michael Schürtz, ein Architekt mit Schreinerhintergrund, muss ein Bauvorhaben in seinem Heimatort leiten. Der Schwur, ihn nie wieder zu betreten, ist damit passé. Die „linksliberalen Lutscher“ der Hauptstadt sind nichts gegen ortsverbundene Investoren („Soziale Kompetenz? Zero, null.“), Alteingesessene, vor allem aber: die Familie. Weder Schürtz noch das Kaff sind dabei das, was sie mal waren. Allein der Fußballverein! Hat keinen „Spielzerstörer“ mehr, sondern „diese zwanghaft integrative und doch völlig haltungslose Nivea-Nutella-Nationalmannschaft“ zum Vorbild. Wer solche Töne spuckt, kann das Angebot, die Jugend zu trainieren, kaum ausschlagen. Den Fuß bekommt er allerdings nicht mehr so schnell aus der Tür.

In seinem neuen Roman erzählt Jan Böttcher von der holprigen Reintegration eines abtrünnigen Landeis. Einfach ist das nicht. Die größte Hürde heißt kultureller Dünkel. Und dann ist da noch die „Wut, die schon immer das Kaff beherrschte“.

Moderation: Björn Jager

Eintritt: 7,-/4,- (VVK) | 8,-/5,- (AK)

Jan Böttcher, geboren 1973 in Lüneburg, studierte Germanistik und Skandinavistik, war Texter, Sänger und Gitarrist der Band ‚Herr Nilsson‘, lebt, schreibt und arbeitet mittlerweile in Berlin. Das Kaff ist sein fünfter Roman. Neben zahlreichen Literatur-Stipendien erhielt er unter anderem den Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2007. Und er kickt für die ‚Autonama‘, die deusche Autorennationalmannschaft.

© Timm Koelln

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Workshop mit Adrian Giacomelli: Generative Poesie mit dem Computer

21.04.2018 - 22.04.2018, 10:00 - 18:00

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.

Ein Workshop mit dem Untertitel „Generative Poesie mit dem Computer” ist der Literatur weniger fremd, als man zu denken gewohnt ist. Im Gegenteil führt er uns zurück ins Herz all dessen, was man heute modern nennt.

Es gibt viele Definitionen der europäischen Moderne und der Zeit der Avantgarden, doch noch keine lautete so: die Avantgarde war ihrer Zeit und den nachfolgenden weit voraus, da man trotz Ermangelung von Computern (einem Zustand, der noch Jahrzehnte andauern sollte) bereits Kunst mit Computern schuf. Sämtliche Kunsttechniken der Avantgarde verdanken sich computerisierter Verfahren, oder genauer gesagt: verdanken sich Algorithmen. Nichts anderes ist hier mit Generativer Poesie gemeint.

Ganz egal, ob man von Dada spricht oder von Futurismus, von Kubismus oder Surrealismus. Gerade letzterer kultivierte eine Schreibpraxis, die sich bezeichnenderweise écriture automatique nennt. Die Folgegenerationen führten das Erbe weiter und erdachten neue Algorithmen, doch, seltsam genug, immer noch auf dem Papier: man denke an die Cut-Ups von William S. Burroughs, oder an die bis heute aktive und mathematisch beeinflusste Dichter-Community Oulipo. Was sie alle gemeinsam haben, ist, dass sie Algorithmen zur Schaffung von Literatur einsetzen.

Analog zu der Geschichte der modernen Literatur, angefangen bei Tristan Tzaras „Um ein dadaistisches Gedicht zu machen“  werden die Teilnehmer dieses Workshops lernen, wie sich mit einfachen Mitteln, nämlich einem einfachen Texteditor und einem Internetbrowser, kleine poetische Maschinen mit großem avantgardistischen Talent programmieren lassen.

Wem also die Möglichkeiten des experimentellen Dichtens mit Stift und Papier schon längst nicht mehr genügen, dem kann dieser Workshop die richtigen “Tools” an die Hand geben. Wer sich traut, der wird belohnt werden.

Teilnahme-Informationen:

Vorkenntnisse in Programmierung sind nicht von nöten, aber nicht von Nachteil. Eine Woche vor Workshop-Beginn wird an die Teilnehmer ein kleine Einführung verschickt, um die wichtigsten Begriffe schon einmal verinnerlichen zu können. Jeder Teilnehmer sollte einen eigenen Laptop mitbringen, das Modell oder Betriebssystem spielt keine Rolle, so lange er internetfähig ist und die letzte Version eines Browsers wie Firefox oder Chrome installiert hat. Da der Workshop zugleich eine Einführung in die Programmierung darstellt und mit vielen neuen Erkenntnissen aufwartet, erstreckt sich die Veranstaltung über zwei Tage, an denen es sich empfiehlt ausgeschlafen und nüchtern zu sein.

Teilnahmegebühren: 100,-/50,-

Anmeldungen bitte an: bjoern.jager@hlfm.de

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Adrian Giacomelli studierte Komparatistik und Romanistik in Frankfurt/Main und Valencia. Zahlreiche Veröffentlichungen im Kunstbereich, Übersetzungen aus dem Spanischen, Italienischen und Französischen. Zuletzt erschien seine computerisierte Anthologie “Le degré 13 de la littérature” – http://13.adriangiacomelli.com/. Er gibt regelmäßig Workshops, die sich auf der Grenze zwischen Kunst und Programmierung bewegen.

Frankfurt liest ein Buch: Anna Seghers und die deutsche Exilliteratur

Prof. Dr. Bettina Bannasch und Volker Weidermann im Gespräch

25.04.2018, 20:00

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.

Begonnen in Südfrankreich, erschienen in Mexiko und den USA: Das siebte Kreuz ist ein Produkt des Exils, in das Anna Seghers gezwungen wurde. Während sich die ganze Stadt auf den Roman konzentriert, wollen wir den Blick ein wenig weiten und Exilliteratur als Genre in den Fokus nehmen: Was bedeutet Schreiben im Exil? Und inwiefern unterscheidet sich Seghers von ihren Schicksalsgenossen? Bettina Bannasch untersucht seit Jahren das Phänomen wissenschaftlich. Volker Weidermann hat in Texten wie Das Buch der verbrannten Bücher und Träumer – Als die Dichter die Macht übernahmen nicht nur politische Entwicklungen und die Stimmung unter Intellektuellen zwischen den beiden Kriegen beleuchtet, sondern im Roman Ostende auch literarisch die Lebensbedingungen von Exilschriftsteller*innen geschildert.

Moderation: Ruth Fühner (hr2)

Eintritt: 7,-/4,- (VVK)| 8,-/5,- (AK)

Im Rahmen von Frankfurt liest ein Buch.

Bettina Bannasch studierte Germanistik, Erziehungswissenschaft, Soziologie und Kunst-geschichte in Heidelberg und Berlin.Seit 2010 ist sie Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Augsburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen u.a. deutsch-jüdische Literatur seit der Haskala sowie Exil- und Migrationsliteratur. Zuletzt hat sie den Band Rückkehr-Erzählungen. Von der (Un)Möglichkeit jüdischen Lebens in Deutschland nach 1945 mitherausgegeben.

Volker Weidermann studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Er schreibt für den Spiegel und ist Leiter des Literarischen Quartetts im ZDF. In seinem 2014 erschienenen biografischen Roman Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft hat er sich intensiv mit Exilliteratur auseinandergesetzt. 2017 veröffentlichte er sein jüngstes Buch:Träumer – Als die Dichter die Macht übernahmen.

Foto: © Stadtgören Photodesign / Elke Dörfel

U20 Poetry Slam-Workshop

Mit Dirk Hülstrunk

28.04.2018 - 29.04.2018, 10:00 - 16:00

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.

Ihr habt Lust am Spiel mit der Sprache? Ihr wollt eigene Texte, Gedichte, Geschichten, Rap-Texte schreiben, reimen oder lieber freestylen? Ihr würdet gerne mal auf einer Bühne stehen, ein Mikrofon in der Hand? Dann seid ihr richtig beim Poetry Slam Workshop „Wortumdrehung“. Hier könnt ihr Ideen entwickeln, lernen, spannungsreiche und originelle Texte zu schreiben und ihre Umsetzung unter realen Bühnenbedingungen proben. Unsere Themen sind: Poetry Slam Hintergründe & Regeln, Texte für den Vortrag schreiben, Stimme & Performance, Mikrofonsprechen.

Der Workshop richtet sich sowohl an Anfänger wie an Fortgeschrittene, die ein kritisches Feedback zu ihren Texten brauchen oder ihren Vortragsstil verbessern möchten. Teilnehmen können Jugendliche von 14-20 Jahren. Ältere Interessenten können in Einzelfällen teilnehmen, wenn noch Platz ist.

ACHTUNG: Verlängerte Anmeldungsfrist!
Anmeldungen bis zum 25. April unter: u20slam@kulturnetz-frankfurt.de (Bitte angeben: Name, Geburtsdatum, Wohnort, Telefon od. Mobil, Email)

Teilnahmegebühr: 25,-
Kontoinhaber: Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
IBAN: DE05 5005 0201 0200 4946 86
Frankfurter Sparkasse
Referenz: Seminar Poetry Slam

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Am Freitag, den 18. Mai, geht’s dann weiter mit dem U20 Poetryslam in der Milchsackfabrik!