„Und täglich grüßt das Phrasenschwein“ (Reihe: Böll kontrovers)

„Und täglich grüßt das Phrasenschwein“ (Reihe: Böll kontrovers)

Diskussionsveranstaltung mit Franziska Brantner (B'90/Grüne) und Oliver Georgi (FAZ)

20.11.2019, 19:00 Uhr

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.


Wem weniger Vertrauen entgegengebracht wird als einem Versicherungsvertreter, hat wohl ein Problem. Laut einer Umfrage von 2018 trifft dies auf die Berufsgruppe der Politiker zu. Warum das so ist, analysiert der Journalist Oliver Georgi in seinem Buch Und täglich grüßt das Phrasenschwein. Eine Ursache erkennt er in der Form der gegenwärtigen politischen Kommunikation. Nicht zuletzt unter Angela Merkel, der „Großmeisterin der alternativlosen Worthülse“, sei die Sprache der Politik von Phrasen- und Formelhaftigkeit geprägt worden. Die Folgen: eine „lingua blablativa“ (Luhmann), mit der Kontroversen nicht mehr geführt würden und Unterschiede zwischen den Parteien verschwämmen. Eine zu gleichförmige Rhetorik der etablierten Parteien stärke zudem die populistischen Kräfte im Land. Georgi plädiert deshalb für mehr Authentizität und warnt davor, die rücksichtslose Sprache der Populisten als akzeptable Gegenstimme anzusehen.

An diesem Abend werden er und Franziska Brantner u.a. über folgende Fragen diskutieren: Wie können die etablierten Parteien dem entgegentreten? Wie kann der Diskurs zwischen Politik und Gesellschaft wieder in Gang gebracht werden? Wie muss Politik kommunizieren und agieren, um wieder Vertrauen zurückgewinnen zu können?

Moderation: tba

Eintritt: frei

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen.